Samstag, 14. 3. 2020, 19:00 Uhr

Luisa Imorde – Release Konzert „Moon Rainbow“

!!! Konzert abgesagt - wird verschoben !!!
Luisa Imorde – Klavier

Programm

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Nikolai Kapustin (*1937)

Bach:
Das wohltemperierte Klavier II: Präludium & Fuge Cis-Dur, BWV 872
Kapustin:
Prelude and Fuge B-flat minor, op. 82 No. 22

Bach:
Concerto d-Moll, BWV 974 nach dem Oboen-Konzert, S. Z799 von A. Marcello: I. Andante
Kapustin:
Jazz Preludes, op. 53: IV. Allegretto
Bach:
Concerto d-Moll, BWV 974 nach dem Oboen-Konzert, S. Z799 von A. Marcello: II. Adagio
Kapustin:
Jazz Preludes, op. 53: V. Largo
Bach:
Concerto in d-Moll, BWV 974 nach dem Oboen-Konzert, S .Z799 von A. Marcello: III. Presto

Kapustin:
8 Concert Studies, op. 40: VI. Pastorale
Bach/Lipatti:
Pastorale in F major, BWV 590: III. Andante cantabile

Kapustin:
Inventionen, Op.73: 9. Lento

Bach:
Concerto D-Dur, BWV 972 nach dem Violin-Konzert, RV 230 von A. Vivaldi: I. Allegro
Kapustin:
Moon Rainbow, op. 161
Bach:
Concerto D-Dur, BWV 972 nach dem Violin-Konzert, RV 230 von A. Vivaldi: II.mLarghetto
Kapustin:
Contemplation, op. 47
Bach:
Concerto D-Dur, BWV 972 nach dem Violin-Konzert, RV 230 von A. Vivaldi: III. Allegro
Kapustin:
Jazz Preludes, op. 53: XXIII. Moderato

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Luisa Imorde CD Cover

Luisa Imorde CD Cover

Bach – Kapustin

Sie könnten wohl nicht weiter voneinander entfernt sein: Bach und Kapustin trennen 250 Jahre und zwei verschiedene Kontinente. Der eine ist der unbestrittene Übervater der europäischen klassischen Musik, der andere ein in Zentraleuropa nur Wenigen bekannter ukrainischer Komponist, der musikalische Jazz- Ausdrücke in formelle, klassische Strukturen bringt. Auf Moon Rainbow reihen sie sich abwechselnd aneinander. „Es gibt dafür noch keinerlei Hörkonvention. So entsteht ein Boden für im wahrsten Sinne Unerhörtes, der ermöglicht, dass man auch einen – salopp gesagt – alt bekannten Bach in diesem Kontext neu hört“, so Imorde. Nikolai Kapustin ist in hiesigen Breiten nicht jedem ein Begriff. Der 1937 in Gorlowka in der ukrainischen SSR geborene Komponist und Pianist gießt improvisatorische Ideen in Formen, die man schon im Barock kannte. Was er schreibt, klingt wie virtuoser Jazz, bei dem jedoch jede Note, jeder Akzent und Dynamik klar vorgegeben ist. Präludien, Fugen, Inventionen – schon auf dieser Ebene findet man den Bezug zu Bach. Und was Luisa Imorde zu Kapustin sagt, ließe sich problemlos auch auf Bach beziehen: „Ich glaube, ich habe bisher kaum intelligenter und humorvoller konstruierte Musik gespielt. Sie ist unglaublich verschachtelt und rhythmisch so vielschichtig, dass es mir manchmal so vorkommt, als müsste ich Kopf und Hände teilen, um jede Stimme verfolgen zu können.“

„Ich mag es sehr, mich richtig in ein Thema zu vertiefen.“ Vor dieser Aufnahme hat Imorde beim Schott-Verlag Handschriften von Kapustin besichtigen können. „Mir macht das sehr großen Spaß – und es ermöglicht mir gleichzeitig, den Hörern etwas anzubieten, was sie vorher noch nie gehört haben.“ So stieß sie auch auf das namensgebende Stück Moon Rainbow, das sie als erste Pianistin überhaupt aufnahm. „Gerade im Vergleich zu den anderen Kompositionen von Kapustin ist Moon Rainbow sehr wechselhaft. Hier entwickelt er eine sehr reiche Klangfarbenwelt. Auch deshalb passt der Titel so gut zum Stück.“ Bald stand für sie fest, dass auch das Album so heißen soll, denn so wie viele nichts von Mondregenbögen wissen, ist auch Kapustin eine Entdeckung. Sie möchte den Zuhörern ans Herz legen, zwischen den Zeilen zu hören: „Wenn ein Bach verklingt und dann ein Kapustin beginnt, dann sind das magische Momente, weil für einen kurzen Moment nicht klar ist, wohin es als nächstes geht.“

Luisa Imorde
Luisa Imorde

Luisa Imorde

„Luisa Imorde verbindet eine ausgereifte Spieltechnik mit unbändiger Leidenschaft für Stück und Instrument zu einem Klangerlebnis, das den Geist entzündet und das Herz entflammt.“ – so die Süddeutsche Zeitung über das Klavierspiel der jungen deutschen Pianistin.
Luisa Imorde spielte Wettbewerbe und gewann Preise, doch viel mehr interessiert sie sich dafür, die Werke verschiedener Komponisten gegenüber zu stellen mit dem erklärten Ziel, sie dem Publikum auf neuartige Weise hörbar zu machen und Beziehungen aufzuzeigen, die verborgen zu sein schienen.
So bereits auf ihrem ersten Album „Zirkustänze“ mit Werken von Jörg Widmann und Robert Schumann: „Luisa Imorde zeigt sich als herausragendes Talent, das bei dem raffiniert konzipierten Programm genau den richtigen Ton trifft“, schrieb das FONO FORUM und zeichnete ihr Debüt-Album mit dem „Stern des Monats“ aus. Zudem wurden die „Zirkustänze“ CD-Tipp von SWR2 und „CD des Monats“ der STEREO 9/16.
Mit ihrem letzten Album „L’affaire d’honneur“ (Februar 2019) eröffnet die Künstlerin ihre exklusive Zusammenarbeit mit dem Edel-Label Berlin Classics. Die Präsentation der Einspielung fand übrigens am Originalschauplatz des Klavierduells zwischen Joseph Woelfl und Ludwig van Beethoven in der Villa Xaipe am Schönbrunner Schlosspark statt.
Luisa Imorde teilte sich die Bühne mit Künstlern wie Martha Argerich, Fazil Say oder Marie- Luise Neunecker und arbeitet regelmäßig mit dem Komponisten Jörg Widmann zusammen. Ihre Studien absolvierte sie an der Hochschule für Musik Köln und am Mozarteum Salzburg in der Klasse von Jacques Rouvier.
Mit großem Erfolg sprang sie 2019 für Yefim Bronfman beim WDR-Sinfonieorchester in der Kölner Philharmonie ein, um Jörg Widmanns Klavierkonzert „Trauermarsch“ zu spielen.

www.luisaimorde.de

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